Ausgabe 1/2026
INHALT
Editorial
Wirtschafts-News
- Anzeichen für Übergang von Deflation zu Inflation
- Bank of Japan (BoJ) lässt Leitzins vorerst unverändert
- Neuwahlen am 8. Februar
Umwelt-News
- Neuausrichtung der Energiepolitik
- Japaner verklagen Regierung wegen unzureichender Klimapolitik
- Förderung neuer Mega-Solarprojekte soll abgeschafft werden
- Neustart des weltweit größten Kernkraftwerks
- Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Hamaoka weiterhin ausgesetzt
- Japan verringert Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden
- Mitsubishi Corp. investiert in Erdgasförderung in den USA
- Asbest-Auswirkungen in Japan: Neue Krankheitsfälle
Rückblick
Terminvorschau
- EU-Japan-Centre Webinar zum Thema „Der Markt für Solarenergie in Japan“, 24.02.2026, 10:30-11:30 Uhr MEZ
- GJETC Stakeholder-Dialog, 19.02.2026, Berlin
- “Energy & Climate Policy in the Light of (geo)political Changes – Perspectives from Germany and Japan” - Meet the GJETC Council Members, 20.02.2026, Berlin
- 19. Deutsch-Japanisches Wirtschaftsforum auf der HANNOVER MESSE, 20.04.2026
- „Japan Wirtschaftstag“, 31.03.2026, 10:00 - 14:00 Bad Langensalza, Thüringen
Der Moment ist mir noch in lebhafter Erinnerung: wir saßen mit den Mitgliedern des German-Japanese Energy Transition Councils in Berlin am Vorabend der 12. Ratssitzung zusammen und sorgten uns um die Lage in der Ukraine. Das war am 23. Februar 2022, und in der Nacht griff Russland tatsächlich die Ukraine an. Entsprechend gedrückt war die Stimmung am nächsten Morgen in der Sitzung.
Fast vier Jahre später, am 19./20. Februar 2026, werden sich die GJETC-Ratsmitglieder wieder in Berlin versammeln und unter mittlerweile radikal geänderten geopolitischen Rahmenbedingungen Schlüsselfragen der Energiepolitik in Japan und Deutschland diskutieren. Auch die Strategien der neuen Regierung in Deutschland wie in Japan werden ein Thema sein. Ich lade Sie herzlich ein, die Möglichkeit zum Austausch mit den deutschen und japanischen Expertinnen und Experten in einem Stakeholder-Dialog zu Energieeffizienzpolitik und einem offenen „Meet the Council Members“ zu nutzen!
Johanna Schilling
Anzeichen für Übergang von Deflation zu Inflation
Im Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt die japanische Wirtschaft deutliche Anzeichen für den Übergang von der Deflation zu einer Inflation.
Die Bank von Japan erhöhte ihren Leitzins auf 0,75 Prozent – ein Niveau, das seit rund 30 Jahren nicht mehr erreicht wurde. Auch die Aktienmärkte entwickelten sich stark: Der Nikkei-Index stieg um 26 Prozent und übertraf damit sowohl die US-amerikanischen als auch die europäischen Märkte. Insgesamt scheint sich die japanische Wirtschaft allmählich wieder einem normaleren und gesünderen Zustand anzunähern.
(Quelle: NHK WORLD-JAPAN, 22.01.2026)
Bank of Japan (BoJ) lässt Leitzins vorerst unverändert
Im Dezember hatte die BoJ den Zinssatz bereits um 0,25 Prozentpunkte auf etwa 0,75 % erhöht. Die Notenbank will die Auswirkungen dieser Erhöhung auf Haushalte und Unternehmen erst genauer beurteilen, bevor weitere Schritte folgen.
Auf der Agenda stehen außerdem die Folgen der aktuellen Finanzmarktschwankungen für die Wirtschaft sowie die Diskussion über das Tempo künftiger Zinserhöhungen. Die BoJ dürfte ihre Wachstumsprognose leicht anheben, will aber das Ziel von 2 % Inflation zeitlich nicht ändern.
Politische Entwicklungen spielen ebenfalls eine Rolle: Vorzeitige Parlamentswahlen stehen bevor, und es gibt Forderungen nach einer Senkung der Mehrwertsteuer, was die Einnahmen des Staates schmälern und den Yen belasten könnte. Auch die steigende Staatsverschuldung hat zu Verkäufen von japanischen Staatsanleihen geführt, wodurch die Renditen langfristiger Anleihen gestiegen sind.
(Quellen: Handelsblatt, 23.01.2026)
Neuwahlen am 8. Februar
Japans Premierministerin Sanae Takaichi hat das Unterhaus vorzeitig aufgelöst und Neuwahlen am 8. Februar angesetzt.
Eine Auflösung am 23. Januar würde die kürzeste Zeit zwischen Auflösung und Wahl seit dem Zweiten Weltkrieg bedeuten: nur 16 Tage.
Die Auflösung am 23. Januar bedeutet die kürzeste Zeit zwischen Auflösung und Wahl seit dem Zweiten Weltkrieg: nur 16 Tage.
Mit der Schnellwahl will Takaichi die hohe Zustimmung in der Bevölkerung nutzen, um der Liberaldemokratischen Partei (LDP) zu mehr Sitzen zu verhelfen und die eigene Mehrheit zurückzugewinnen. Die LDP-Koalition hat derzeit nur eine knappe Mehrheit im Unterhaus (233 von 465 Sitzen).
Ziel der Wahl ist es, der Regierung ein stärkeres Mandat zu verschaffen und den neuen Koalitionspartner Japan Innovation Party (JIP) nach dem Austritt von Komeito bei der letzten Wahl besser abzusichern. Gleichzeitig will Takaichi, dass die Öffentlichkeit die Wirkungen ihrer Wirtschaftspolitik und Anti-Inflationsmaßnahmen schnell spürt.
Risiken bestehen: Eine vorgezogene Wahl könnte die Verabschiedung des Haushalts 2026 verzögern, was sowohl die Parlamentsunterstützung als auch die öffentliche Zustimmung gefährden könnte. Hohe Preise bleiben für viele Wähler das wichtigste Thema.
Außerdem könnte ein Wahlsieg Takaichis den Umgang mit China beeinflussen: Nach Äußerungen zur möglichen militärischen Intervention in Taiwan hat Beijing bereits wirtschaftliche Maßnahmen gegen Japan ergriffen. Ein frisches Mandat könnte Peking dazu bewegen, die Haltung gegenüber Takaichi zu überdenken und den Dialog wieder aufzunehmen.
(Quellen: Japan Times, 18.01.2026, 19.01.2026, 20.01.2026, 27.01.2026)
Neuausrichtung der Energiepolitik
Japans Premierministerin Sanae Takaichi setzt mit Blick auf vollständige Energie-Selbstversorgung auf Kernkraft, weniger auf Erneuerbare Energien
Kurzfristig setzt Premierministerin Sanae Takaichi auf die Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken, da Japan weiterhin stark von fossilen Energieimporten abhängig ist. Langfristig fördert sie die Kernfusion als potenziell sichere Zukunftstechnologie, obwohl deren Wirtschaftlichkeit noch unklar ist. Erneuerbare Energien erhalten insgesamt weniger Priorität: Große Solar- und Windparks werden kritischer gesehen und künftig teils von Förderungen ausgeschlossen. Eine Ausnahme bildet die Geothermie, die wegen ihres großen Potenzials und breiter Akzeptanz stärker gefördert werden soll. Flüssigerdgas bleibt vorerst ein zentraler Bestandteil der Stromversorgung. Insgesamt verlagert Takaichi den Fokus von klassischen erneuerbaren Energien hin zu Kernenergie, Geothermie und technologischer Innovation.
(Quelle: Japan Times, 04.01.2026)
Japaner verklagen Regierung wegen unzureichender Klimapolitik
450 Japaner verklagen Regierung wegen unzureichender Klimapolitik: Die Klimakrise sei keine Zukunftsgefahr mehr, sondern verursache schon jetzt wirtschaftliche Schäden, Ernteverluste und Gesundheitsrisiken
Rund 450 Menschen in Japan wollen den Staat in einer wegweisenden Klimaklage auf Schadensersatz verklagen. Sie werfen der Regierung vor, mit ihrer Klimapolitik verfassungswidrig untätig zu sein und damit Gesundheit, Lebensgrundlagen und Grundrechte der Bevölkerung zu gefährden. Es ist die erste Klage in Japan, die direkt Entschädigung vom Staat wegen unzureichender Klimapolitik fordert.
Die Kläger schildern konkrete Folgen der Klimakrise im Alltag. Ein Bauarbeiter berichtet, dass extreme Hitze seine Arbeit massiv verlangsamt und gesundheitlich gefährlich macht. Eine Mutter sorgt sich um ihren kleinen Sohn, weil Hitze Spielplätze unbenutzbar macht und selbst Schwimmbäder bei Hitzewarnungen schließen.
Juristisch greift die Klage Japans Klimaziele an. Diese seien nicht mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens vereinbar und zudem nicht rechtlich bindend. Dieses gesetzgeberische Versäumnis bezeichnen die Kläger als klar verfassungswidrig.
Rechtsexperten sehen darin einen neuen Schritt für Klimaklagen in Japan, auch wenn die Erfolgschancen vor Gericht wegen der zurückhaltenden japanischen Justiz als unsicher gelten. Dennoch könnte die Klage die öffentliche Debatte beeinflussen und politischen Druck erhöhen. Für viele Kläger geht es nicht nur ums Geld, sondern um Anerkennung und staatliche Verantwortung für ihre Zukunft.
(Quelle: The Japan Times, 18.12.2025)
Förderung neuer Mega-Solarprojekte soll abgeschafft werden
Regierung und regierende Liberaldemokratische Partei planen, ab dem Geschäftsjahr 2027 die Förderung neuer groß angelegter Solarenergieprojekte abzuschaffen.
Die durch Mega-Solarkraftwerke verursachten Umweltschäden sind zu einem gesellschaftlichen Problem geworden, und die Einstellung der Förderung würde eine grundlegende Änderung der Politik bedeuten, die seit dem großen Ostjapan-Erdbeben 2011 Mega-Solarkraftwerke gefördert hat.
(Quelle: The Japan News, 15.12.2025)
Neustart des weltweit größten Kernkraftwerks
Japan hat einen wichtigen Schritt zur Wiederinbetriebnahme des Kashiwazaki-Kariwa-Kernkraftwerks in Niigata vollzogen – fast 15 Jahre nach der Fukushima-Katastrophe 2011.
Das weltweit größte Kernkraftwerk hat eine Gesamtkapazität von 8,2 GW. Zunächst soll ein 1,36-GW-Reaktor ans Netz gehen, ein weiterer folgt voraussichtlich um 2030.
Das Werk gehörte zu den 54 Reaktoren, die nach dem Erdbeben und Tsunami stillgelegt wurden. Bisher wurden von den noch nutzbaren 33 Reaktoren 14 wieder hochgefahren.
Am Montag stimmte die Präfekturversammlung von Niigata für ein Vertrauensvotum zugunsten von Gouverneur Hideyo Hanazumi, der den Neustart unterstützt. Damit kann TEPCO planen, den ersten der sieben Reaktoren am 20. Januar wieder in Betrieb zu nehmen.
TEPCO betont, dass ein Unfall wie in Fukushima niemals wieder geschehen dürfe. Die Entscheidung ist jedoch umstritten: In der letzten Sitzung des Jahres zeigte sich die gesellschaftliche Spaltung – einige Abgeordnete kritisierten das Votum als politische Lösung ohne Berücksichtigung des Willens der Bevölkerung.
Auch rund 300 Protestierende demonstrierten vor dem Gebäude mit Bannern gegen die Kernkraft. Viele Bewohner äußern Sorgen über Sicherheit und mögliche Folgen für die Region, während Befürworter auf neue Arbeitsplätze und mögliche niedrigere Strompreise hinweisen.
(Quellen: The Japan Times, 21.01.2026, 18.01.2026; Reuters, 22.12.2025)
Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Hamaoka weiterhin ausgesetzt
Die Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Hamaoka (Präfektur Shizuoka) bleibt weiterhin ausgesetzt. Grund ist die vorsätzliche Manipulation von Erdbebendaten durch den Betreiber Chubu Electric Power.
Die japanische Atomaufsichtsbehörde (NRA) hat am 7. Januar auf ihrer regulären Sitzung bestätigt, dass die Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Hamaoka (Präfektur Shizuoka) weiterhin ausgesetzt bleibt. Konkret geht es um die Berechnung der sogenannten auslegungsrelevanten Erdbebenbewegung, also der maximalen Bodenerschütterung, die als Grundlage für die seismische Auslegung der Anlage dient.
Nach Angaben von Behördenvertretern wurden bei der Festlegung dieser Referenzwerte offenbar gezielt ungünstige, besonders hohe Messwerte ausgeschlossen, um niedrigere Belastungsannahmen zu rechtfertigen. Die Glaubwürdigkeit der Sicherheitsgrundlagen sei dadurch „bereits beeinträchtigt“.
Mitglieder der Regulierungskommission reagierten mit deutlicher Kritik. Der Vorfall komme einer wissenschaftlichen Fälschung gleich, hieß es. Eine Wiederaufnahme der Sicherheitsprüfung sei erst möglich, wenn verlässliche und transparente Daten vorgelegt würden.
(Quellen: The Japan News, 07.01.2026; The Japan Times, 06.01.2026, 10.01.2026)
Japan verringert Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden
Japan arbeitet aktiv daran, seine Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden zu reduzieren – Rohstoffe, die für Technologien wie Drohnen, Mikrochips, E-Autos oder Windkraftanlagen unverzichtbar sind.
Nach Spannungen zwischen Tokio und Peking, bei denen China seit Januar die Exporte von Seltenen Erden streng kontrolliert, setzt Japan auf Diversifizierung, Vorratshaltung und neue Quellen. In den letzten zehn Jahren hat Japan die Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden von 91 auf 58 Prozent gesenkt.
Bereits nach der Exportblockade Chinas 2010 investierten japanische Firmen zusammen mit der staatlichen Agentur Jogmec in die australische Mine von Lynas, der größten Seltenerd-Mine außerhalb Chinas. Die Rohstoffe werden in Malaysia verarbeitet und zuverlässig an die japanische Industrie geliefert. Heute haben sich japanische Investoren bis zu 65 % der schweren Seltenen Erden für den heimischen Markt gesichert.
Gleichzeitig treibt Japan eigenen Tiefsee-Abbau voran: Das Forschungsschiff Chikyu untersucht vor Minami Torishima Mineralien im Tiefseeschlamm, wo etwa 2 kg Seltene Erden pro Tonne Sediment erwartet werden. Erste größere Abbauprojekte in japanischen Hoheitsgewässern könnten ab 2027 starten.
Die japanische Strategie kombiniert strategische Investitionen, Bevorratung und Erkundung neuer Ressourcen, um die Versorgungssicherheit zu stärken. Experten rechnen damit, dass Japan trotz globaler Preisvolatilität weitgehend unabhängig bleiben kann – anders als andere Länder, die weiterhin stark auf chinesische Exporte angewiesen sind.
(Quellen: The Japan Times, 12.01.2026; Der Standard, 15.01.2026)
Mitsubishi Corp. investiert in Erdgasförderung in den USA
Mitsubishi Corp. übernimmt für 5,2 Milliarden US-Dollar die Erdgasförder- und Pipeline-Vermögenswerte des US-Unternehmens Aethon Energy Management
Einschließlich übernommener Schulden hat der Deal ein Volumen von rund 7,5 Milliarden US-Dollar und ist die bisher größte Investition eines japanischen Unternehmens im US-Schiefergassektor.
Die Anlagen liegen vor allem im Haynesville-Schiefergebiet in Texas und Louisiana sowie in der Nähe der Golfküste, wo wichtige LNG-Exportterminals stehen. Mitsubishi stärkt damit seine Position auf dem US-Gasmarkt und setzt auf steigende Nachfrage – insbesondere durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und KI-Anwendungen.
Der Schritt ist Teil einer breiteren Strategie japanischer Unternehmen, ihre Beteiligungen an US-Gasprojekten auszubauen. Erdgas gilt in Japan langfristig als wichtiger Übergangsbrennstoff zur Sicherung der Energieversorgung. Mitsubishi ist bereits ein global bedeutender LNG-Anbieter mit Projekten in mehreren Weltregionen.
Auch andere japanische Firmen wie Tokyo Gas, JERA und Japan Petroleum Exploration haben zuletzt Milliarden in US-Gas investiert – ein Zeichen für Japans verstärkten Fokus auf stabile Energieimporte aus Nordamerika.
(Quelle: invezz, 16.01.2026)
Asbest-Auswirkungen in Japan: Neue Krankheitsfälle
Trotz Verbot treten weiter Krankheitsfälle auf. Um die Entschädigung von Opfern gibt es Streit.
Obwohl Japan die Herstellung und Verwendung von Asbest bereits 2006 verboten hat, treten weiterhin neue Krankheitsfälle auf. Grund dafür ist die extrem lange Latenzzeit: Gesundheitsschäden zeigen sich oft erst Jahrzehnte nach dem Einatmen der Fasern. Gleichzeitig gibt es anhaltende Probleme bei der Entschädigung von Betroffenen sowie beim sicheren Umgang mit Gebäuden, die noch immer Asbest enthalten.
Laut einer Erhebung des Infrastrukturministeriums enthalten schätzungsweise rund 260.000 größere Gebäude aus den Baujahren 1956 bis 1989 noch Asbest. Viele dieser Gebäude stehen nun vor Abriss oder Sanierung – ein Prozess, der in den kommenden Jahren seinen Höhepunkt erreichen dürfte.
Seit einer Gesetzesverschärfung müssen solche Gebäude vor Abriss oder Renovierung von qualifizierten Fachleuten auf Asbest untersucht werden. Diese Pflicht gilt seit 2023 und wird ab 2026 auch auf andere bauliche Anlagen wie Kessel ausgeweitet. Dennoch wurden bereits Gebäude ohne entsprechende Prüfung abgerissen, wodurch Asbestfasern freigesetzt worden sein könnten – mit möglichen neuen Gesundheitsfolgen.
Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2021 richtete die Regierung einen Entschädigungsfonds für Asbestopfer aus Innenbereichen im Baugewerbe ein. Hersteller asbesthaltiger Baumaterialien haben sich bislang nicht an dem Fonds beteiligt. Landesweit laufen Sammelklagen gegen die Industrie. In mehreren Fällen, unter anderem vor höheren Gerichten in Tokio und Osaka, kam es 2025 zu Vergleichen. Weitere außergerichtliche Einigungen werden angestrebt, um langwierige Prozesse zu vermeiden. /p>
(Quelle: The Asahi Shimbun, 11.01.2026)
Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), 14. – 17. Januar 2026
Das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im CityCube in Berlin brachte internationale Akteure zu Networking, Konferenzen und intensiven Diskussionen über das diesjährige Thema „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft.“ zusammen.
ECOS-Geschäftsführerin Johanna Schilling war eingeladen, im Rahmen einer Networking-Session mit dem Titel „Innovationspartner: Japan und Neuseeland“ am Stand des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH) über die Potenziale einer Innovationspartnerschaft mit Japan zu sprechen. Weitere Panelisten waren Bastian Semmel von der Deutschen Botschaft in Tokio, Bernd Schwang vom BMLEH und Dr. Nina Grassnick (Thünen-nahmen ebenfalls an der Session teil, die von Ralf ROGOWSKI und Cristina Simonetti-Techert von der GFA Consulting Group GmbH moderiert wurde.
(Quelle: BMLEH, 01/2026)
EU-Japan-Centre Webinar zum Thema „Der Markt für Solarenergie in Japan“, 24.02.2026, 10:30-11:30 Uhr MEZ
ECOS-Technikexperte Peter Beck stellt in einem Webinar des EU-Japan-Centre for Industrial Cooperation den japanischen Markt für Solarenergie vor.
Das Webinar richtet sich an europäische KMU, die Marktchancen, politische Entwicklungen und Partnerschaftsmöglichkeiten im japanischen Solarenergiesektor erkunden möchten. Auf der Agenda stehen:
- Aktueller Stand der Solarenergieindustrie und -technologien in Japan
- Japans Gesetze, Vorschriften und Subventionspolitik für Solarenergietechnologie
- Marktlandschaft und Nachfragetrends
- Wichtige Akteure und Vertriebskanäle
- Auswirkungen auf die Markteintrittsstrategie
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular:
https://www.eu-japan.eu/eubusinessinjapan/library/event/about-japan-webinar-series-266-solar-power-industry-market-japan
GJETC Stakeholder-Dialog, 19.02.2026, Berlin
„Wie kann die Energieeffizienzpolitik für die Industrie in Japan und Deutschland verbessert werden?“ - darüber diskutieren die Mitglieder des Deutsch-Japanischen Energiewenderats (GJETC) in einem Stakeholder-Dialog in Berlin.
Der GJETC und das Team der Deutsch-Japanischen Energiepartnerschaft laden ausgewählte Vertreter aus Industrie, Forschung und Verwaltung aus Deutschland und Japan zu einem Austausch zu folgenden Fragen ein:
- Wo stehen Deutschland und Japan in Bezug auf die Energieeffizienz in der Industrie? Welche Maßnahmen wurden umgesetzt oder sind geplant?
- Wie kann das auf der COP 28 vereinbarte Ziel – eine Verdopplung der Energieeffizienz bis 2030 – erreicht werden?
- Wie kann das kosteneffiziente Energieeffizienzpotenzial im Industriesektor besser ausgeschöpft werden? Wie kann die praktische Unterstützung für Unternehmen verbessert werden?
Teilnahme nur möglich nach Rücksprache mit dem GJETC-Sekratariat! (Johanna Schilling, jschilling@ecos.eu)
GJETC Stakeholder Dialogue Outline 2026
“Energy & Climate Policy in the Light of (geo)political Changes – Perspectives from Germany and Japan” - Meet the GJETC Council Members, 20.02.2026, Berlin
Kurz nach der Wahl des Unterhauses in Japan diskutieren die Mitglieder des Deutsch-Japanischen Energierats (GJETC) mit Blick auf die politischen Strategien der neuen Regierungen in Deutschland und Japan sowie die aktuellen geopolitischen Herausforderungen aktuelle Aspekte der Energiewende. In dem öffentlichen Outreach-Event werden die deutschen und japanischen Expertinnen und Experten gemeinsam mit dem Publikum über die aktuellen Entwicklungen in der Energie- und Klimapolitik beider Länder reflektieren und diskutieren.
Information und Anmeldung:
GJETC - Meet the Council Members
19. Deutsch-Japanisches Wirtschaftsforum auf der HANNOVER MESSE, 20.04.2026
Bei der 19. Ausgabe des etablierten Forums werden Experten aus Industrie und Politik beider Länder über Herausforderungen, Innovationen und Kooperationsmöglichkeiten zu Schlüsselthemen diskutieren, die die Zukunft der industriellen Produktion in Deutschland und Japan prägen werden.
Fragen sind u.a.:
Wie planen deutsche und japanische Industrieunternehmen die Umstellung ihrer Branchen auf „Netto-Null“? Wie können wertvolle Ressourcen eingespart werden? Wie können Deutschland und Japan voneinander lernen? Die Anmeldung wird ab Ende Februar 2026 möglich sein.
Nähere Informationen: Outline, HM 2026
„Japan Wirtschaftstag“, 31.03.2026, 10:00 - 14:00 Bad Langensalza, Thüringen
Gemeinsam mit dem Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis e.V. (DJW) organisiert die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH am 31.03.2026, von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr einen „Japan Wirtschaftstag“ (Networking mit Brunch) im Japanischen Garten in Bad Langensalza, Thüringen.
Pascal Gudorf (ECOS) wird einen Input zum Vertriebsaufbau in Japan geben. Weitere Schwerpunkte sind das Interkulturelle Verständnis für den japanischen Markt und ein Praxisbeispiel zum Markteintritt Japan.
Anmeldung unter:
https://www.thueringen-international.de/event/13325/
(Quelle: DJW)