Ausgabe 3/2026
INHALT
Editorial
Wirtschafts-News
- Japans Wirtschaft startet stärker als erwartet ins Jahr 2026
- Japan investiert in Zukunftsbranchen von Raumfahrt bis Food Tech
Umwelt-News
- Japan setzt in Energiekrise vorübergehend stärker auf Kohle
- Japan plant Neubau von Kernkraftwerken zur Sicherung der Stromversorgung
- Studie zweifelt an Japans Kernenergiezielen für 2030 und 2040
- Erneute Verzögerung bei Japans Wiederaufbereitungsanlage
- Australien und Japan wollen Energiekooperation vertiefen
- Energieeffizienz in der Industrie: neue Impulse aus dem German-Japanese Energy Transition Council
- Studie: Japans Energiepolitik verstärkt Anfälligkeit für Krisen
- Studie: Bis zu 90 % erneuerbarer Strom in Japan bis 2040 möglich
- Deutschland und Japan vertiefen Wasserstoff-Kooperation
- Förderprogramm für integrierte Solarlösungen in Japans Städten gestartet
- Studie zu Offshore-Wind in Japan: Kostenentwicklung und Perspektiven bis 2040
- DEME sichert sich Auftrag für Offshore Windprojekt in Japan
- Studie: Batteriegroßspeicher werden Schlüsseltechnologie für Japans Energiewende
- Förderzusage für strategisches Ammoniak-Projekt in Tomakomai
- Japan verstärkt Bemühungen zur Nutzung von Speiseöl für nachhaltigen Flugkraftstoff
- Studie: Recycling von Solarmodulen wird zur nächsten großen Herausforderung
- Neue Regeln für das Recycling von Solarmodulen in Japan beschlossen
- Lesetipp: “Revisiting Competitiveness Acknowledging the Economic Benefits of Climate Mitigation and Circularity”
Rückblick
- „Japan Wirtschaftstag“, 31.03.2026, Bad Langensalza/Thüringen
- 19. Deutsch-Japanisches Wirtschaftsforum auf der HANNOVER MESSE, 20.04.2026
- Kick-Off Konferenz “Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie in Weser-Ems", 6. Mai 2026, Osnabrück
- DJW Symposium “Sicherheitskooperation im Wandel. Deutschland und Japan im stabilitätspolitischen Dialog”, 24. Juni 2026, Düsseldorf
Terminvorschau
Der fortdauernde Konflikt zwischen den USA und Iran und die daraus resultierenden Schließungen der Straße von Hormus sind auch in Japan ein großes Thema, wie die Japan Times kürzlich berichtete. Die Regierung in Tokio gibt sich vorerst beruhigt und verweist auf ausreichende Bestände sowie alternative Importwege z.B. für Naphta als Rohstoff für Plastikverpackungen. Doch die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie verletzlich selbst hochentwickelte Volkswirtschaften sind, wenn geopolitische Spannungen auf industrielle Abhängigkeiten treffen. Und es führt uns vor Augen, wie eng viele industrielle Wertschöpfungsketten weiterhin mit fossilen Rohstoffen verknüpft sind. Selbst scheinbar alltägliche Produkte wie Verpackungsmaterialien geraten dabei in den Fokus und mit ihnen ganze Lieferketten in der Lebensmittel- und Landwirtschaft.
Ein Teil der Antwort liegt in zirkulären Ansätzen und der Bioökonomie. Wenn es gelingt, Reststoffe konsequent als Ressourcen zu denken und in neue Wertschöpfungsketten zu integrieren, entstehen nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch mehr Versorgungssicherheit. In dem eben gestarteten Projekt WEcircleValley arbeiten wir mit verschiedenen Partnern in der niedersächsischen Region Weser-Ems daran, die Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft der Region Weser-Ems voranzubringen und Reststoffe als wertvolle Rohstoffe zu nutzen.
Neben der Ernährung ist natürlich die Energieversorgung ein weiteres Feld der nationalen Sicherheit und Resilienz. Während die japanische Regierung die “Erneuerbaren” als Kostentreiber sieht, sehen Experten hier auch die Chance zu mehr Resilienz und langfristiger Kostensenkung. Und noch weiter gedacht ist – leider – auch die Verteidigungsfähigkeit ein Puzzleteil der Resilienz. Wie Deutschland und Japan hier enger zusammenrücken, zeigte eindrucksvoll das DJW-Symposium vergangene Woche.
Johanna Schilling
Japans Wirtschaft startet stärker als erwartet ins Jahr 2026
Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 stärker gewachsen als erwartet. Nach Angaben der Regierung legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zu, was auf das Gesamtjahr hochgerechnet einem Wachstum von 2,1 Prozent entspricht. Damit übertraf die Entwicklung die Erwartungen vieler Analysten.
Wichtige Impulse kamen von den Exporten, die deutlich zulegten. Gleichzeitig trugen der private Konsum, Unternehmensinvestitionen sowie staatliche Ausgaben zum Wachstum bei. Die breite Basis des Aufschwungs deutet auf eine vorübergehende Belebung der japanischen Wirtschaft hin.
Der weitere Ausblick bleibt jedoch unsicher. Die Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Störungen im Energiehandel belasten insbesondere das rohstoffarme Japan. Die stark gestiegenen Ölpreise erhöhen die Importkosten und verschärfen die wirtschaftlichen Risiken. Zusätzlichen Druck erzeugt der schwache Yen, der Energie- und Rohstoffimporte weiter verteuert.
(Quelle:Landesbank Baden-Würtemburg, 19.05.2026)
Japan investiert in Zukunftsbranchen von Raumfahrt bis Food Tech
Japan will mit massiven, langfristig angelegten Investitionen seine wirtschaftliche Resilienz stärken und sich in strategischen Zukunftsmärkten unabhängiger und wettbewerbsfähiger aufstellen.
Premierministerin Takaichi plant eine beispiellose Investitionsoffensive über 14 Jahre: Mehr als 370 Billionen Yen sollen bis 2040 in Zukunftsbranchen wie Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Verteidigung, Raumfahrt, kritische Materialien und Schiffbau fließen.
Einer der adressierten Schlüsseltechnologien ist FoodTech. Rund 9,7 Billionen Yen sollen bis 2040 in die Entwicklung von Lebensmitteltechnologien fließen, darunter Indoor Farming (4,6 Billionen Yen), Aquakultur (2,9 Billionen Yen), Maschinen für die Lebensmittelproduktion (1,2 Billionen Yen) und neuartige Lebensmittel (1 Billion Yen). So soll die Ernährungssicherheit verbessert und die Branche technologisch modernisiert werden.
(Quelle:Japan Times, 24.06.2026; Cultivated X, 30.06.2026)
Japan setzt in Energiekrise vorübergehend stärker auf Kohle
Als Reaktion auf die anhaltenden Turbulenzen an den globalen Energiemärkten plant Japan, den Einsatz von Kohlekraftwerken vorübergehend auszuweiten.
Das Wirtschaftsministerium will künftig auch weniger effizienten Kohleanlagen die Teilnahme an Kapazitätsmarkt-Auktionen ermöglichen. Diese Anlagen waren bislang aus Klimaschutzgründen von dem Mechanismus ausgeschlossen.
Die geplante Lockerung markiert jedoch eine vorübergehende Abkehr von der bisherigen Strategie, ineffiziente Kohlekraftwerke schrittweise aus dem Markt zu drängen. Trotz sinkender Treibhausgasemissionen steht das Land weiterhin unter Druck, seine Klimaziele zu verschärfen und den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 abzusichern.
(Quelle: Japan Times, 27.03.2026)
Japan plant Neubau von Kernkraftwerken zur Sicherung der Stromversorgung
Die japanische Regierung prüft den Neubau mehrerer Kernreaktoren, um langfristig steigenden Strombedarf zu decken und die Energieversorgung zu stabilisieren.
Die japanische Regierung prüft den Neubau mehrerer Kernreaktoren, um den steigenden Strombedarf zu decken und die Energieversorgung langfristig zu stabilisieren. Ein Vorschlag des Wirtschaftsministeriums (METI) sieht vor, bis in die 2040er Jahre zwei bis fünf neue Reaktoren zu errichten und in den 2050er Jahren bis zu 11 bis 14 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 16 GW.
Hintergrund ist vor allem die Alterung des bestehenden Kraftwerksparks sowie die wachsende Stromnachfrage, etwa durch Rechenzentren und zunehmende Digitalisierung. Viele Reaktoren nähern sich der Betriebsgrenze von 60 Jahren; nach Fukushima wurden alle Anlagen stillgelegt, von den verbliebenen 33 sind bislang erst 15 wieder in Betrieb gegangen. Gleichzeitig bleibt Japan stark von fossilen Energieimporten abhängig.
Mit konkreten Ausbauzielen will die Regierung Investitionssicherheit schaffen und den Anteil der Kernenergie bis 2040 auf rund 20 % erhöhen. Premierministerin Sanae Takaichi setzt dabei verstärkt auf Kernkraft, um Importkosten zu senken und die Versorgungssicherheit zu stärken.
Die gesellschaftliche Akzeptanz bleibt jedoch eine Herausforderung. Sicherheitsbedenken nach dem Unglück in Fukushima sowie jüngste Kontroversen belasten weiterhin das Vertrauen in die Branche.
(Quelle: The Japan Times, 05.06.2026)
Studie zweifelt an Japans Kernenergiezielen für 2030 und 2040
Renewable Energy Institute (REI) stellt in einer aktuellen Analyse die Erreichbarkeit der japanischen Kernenergieziele für 2030 und 2040 infrage.
Nach Einschätzung des Instituts ist das Ziel für das Geschäftsjahr 2030 nicht mehr erreichbar, während die Vorgaben für 2040 als äußerst ambitioniert gelten.
Hintergrund sind mehrere Entwicklungen im vergangenen Jahr, die den japanischen Nuklearsektor sowohl positiv als auch negativ beeinflusst haben. Zum Stand April 2026 verfügte Japan über 36 Kernreaktoren mit einer installierten Leistung von insgesamt 37,2 Gigawatt. Davon sind 33 Reaktoren bereits errichtet und durchschnittlich 35 Jahre alt. Angesichts des hohen Anlagenalters, langwieriger Sicherheitsprüfungen und anhaltender Verzögerungen bei Neubau- und Wiederinbetriebnahmeprojekten bezweifelt das REI, dass die von der Regierung angestrebte Rolle der Kernenergie im Energiemix erreicht werden kann.
(Quelle: Renewable Energy Institute, 24.04.2026)
Erneute Verzögerung bei Japans Wiederaufbereitungsanlage
Die Fertigstellung der japanischen Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Kernbrennstoffe in Rokkasho (Präfektur Aomori) dürfte sich erneut verzögern.
Obwohl Japan Nuclear Fuel weiterhin am Fertigstellungstermin Ende März 2027 festhält, gehen regionale Behörden davon aus, dass die Frist nicht eingehalten werden kann. Die Anlage gilt als Schlüsselprojekt der japanischen Nuklearpolitik. Mit dem Bau wurde bereits 1993 begonnen, ursprünglich sollte sie 1997 in Betrieb gehen. Seitdem wurde die Fertigstellung jedoch bereits 27-mal verschoben. Neben technischen Problemen führten insbesondere die nach der Fukushima-Katastrophe verschärften Sicherheitsanforderungen zu langwierigen Genehmigungsverfahren.
Derzeit befindet sich das Projekt in der abschließenden Phase der sicherheitstechnischen Prüfung durch die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA. Zwar wurden 26 von der rund 700 offenen Prüfungsfragen inzwischen abgearbeitet, dennoch rechnen Beobachter nicht mit einem schnellen Abschluss des Verfahrens.
(Quelle: The Japan Times, 10.05.2026)
Australien und Japan wollen Energiekooperation vertiefen
Angesichts der durch die Schließung der Straße von Hormus ausgelösten Turbulenzen auf den Energiemärkten wollen Australien und Japan ihre Zusammenarbeit im Bereich der Energiesicherheit ausbauen.
Bei Gesprächen in Tokio betonte Australiens Außenministerin Penny Wong die Notwendigkeit stärkerer regionaler Kooperationsmechanismen, um die Versorgungssicherheit in Asien langfristig zu stärken.
Japan und Australien setzen kurzfristig auf eine enge politische und wirtschaftliche Abstimmung sowie auf die Erschließung alternativer Bezugsquellen. Langfristig soll die Widerstandsfähigkeit regionaler Lieferketten erhöht werden. Dabei rückt auch Japans neue POWERR-Asia-Initiative in den Fokus, die mit einem Finanzierungsrahmen von 1,5 Trillion Yen die Versorgung mit Rohöl und Mineralölprodukten in Asien absichern soll.
Für beide Länder unterstreicht die aktuelle Situation die strategische Bedeutung einer diversifizierten Energieversorgung und einer engeren regionalen Zusammenarbeit im Indo-Pazifik.
(Quelle: The Japan Times, 28.04.2026)
Energieeffizienz in der Industrie: neue Impulse aus dem German-Japanese Energy Transition Council
Bis zu 40 % Energieeinsparung sind möglich – doch wie gelingt die Umsetzung?
Der German-Japanese Energy Transition Council (GJETC) hat eine neue Kurzstudie veröffentlicht, die die Energieeffizienzpolitik in der Industrie in Deutschland und Japan vergleichend analysiert. Grundlage sind unter anderem die Ergebnisse eines Stakeholder-Dialogs im Februar 2026.
Die Analyse zeigt: Trotz bereits erzielter Fortschritte bestehen in beiden Ländern weiterhin erhebliche Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz. In Deutschland könnten beispielsweise bis zu 40 % des industriellen Energieverbrauchs wirtschaftlich eingespart werden.
Gleichzeitig wird deutlich, dass es neben technologischen Innovationen vor allem geeignete Rahmenbedingungen braucht, um diese Potenziale zu heben. Dazu zählen unter anderem gezielte Förderinstrumente, stärkere Vernetzungsstrukturen sowie praxisnahe Unterstützungsangebote für Unternehmen.
Besonders hervorgehoben werden Ansätze wie One-Stop-Shops und Energieeffizienz-Netzwerke, die Unternehmen konkret bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützen können.
(Quelle: German-Japanese Energy Transition Council, 24.06.2026)
Studie: Japans Energiepolitik verstärkt Anfälligkeit für Krisen
Eine strukturelle Transformation könnte die Auswirkungen von Energiekrisen erheblich abmildern.
Eine aktuelle Studie des Renewable Energy Institute (REI) kommt zu dem Ergebnis, dass Japans Energiepolitik die Anfälligkeit für externe Schocks erhöht, während eine beschleunigte Energiewende die Versorgungssicherheit deutlich stärken könnte. Grundlage der Analyse ist insbesondere die Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs 2022 sowie die zeitweise Schließung der Straße von Hormus im Jahr 2026.
Japan setzte in beiden Fällen vor allem auf staatliche Preisstützungen, um kurzfristig Belastungen abzufedern. Diese Maßnahmen stabilisierten zwar die Preise, dämpften jedoch gleichzeitig wichtige Preissignale und reduzierten Anreize für Energieeinsparungen sowie Investitionen in alternative Technologien. Dadurch bleibt die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten hoch und die Verwundbarkeit gegenüber zukünftigen Krisen bestehen.
Mithilfe eines Strommarktmodells untersucht die Studie, wie sich ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien auf die Auswirkungen der Hormus-Krise ausgewirkt hätte. Die Ergebnisse zeigen, dass eine beschleunigte Transformation – insbesondere durch mehr Solar- und Windenergie sowie den Einsatz von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen – die Energiekosten im ersten Halbjahr 2026 deutlich hätte senken können.
Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass andere Regionen, insbesondere Europa, kurzfristige Entlastungsmaßnahmen stärker mit strukturellen Reformen kombiniert haben, etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien, Effizienzprogramme und eine diversifiziertere Energieversorgung.
Die Studie kommt daher zu dem Schluss, dass die Energiewende nicht nur ein klimapolitisches, sondern auch ein sicherheitspolitisches Instrument ist: Kurzfristige Maßnahmen sollten konsequent mit strukturellen Investitionen verbunden werden, um die Widerstandsfähigkeit des Energiesystems langfristig zu erhöhen.
(Quelle: Renewable Energy Institute, 04.06.2026 )
Studie: Bis zu 90 % erneuerbarer Strom in Japan bis 2040 möglich
Japan könnte demnach seine Stromversorgung bis 2040 bei gleichzeitig stabiler Versorgung, sinkenden Emissionen und wettbewerbsfähigen Kosten weitgehend auf erneuerbare Energien umstellen.
Eine Analyse im Fachjournal Energy Policy kommt zu dem Ergebnis, dass Japan bis 2040 rund 90 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken könnte. Grundlage ist ein detailliertes Modell mit stündlicher Simulation des Stromsystems über ein gesamtes Jahr, das die Integration großer Mengen von Solar und Windenergie realistisch abbildet.
Demnach lässt sich auch bei sehr hohen Anteilen erneuerbarer Energien eine stabile Stromversorgung gewährleisten, vorausgesetzt, es werden ergänzende Flexibilitätsoptionen wie Batteriespeicher, Netzausbau zwischen den Regionen sowie eine begrenzte Anpassung der Stromnachfrage eingesetzt.
Im Vergleich zur aktuellen Energiepolitik der japanischen Regierung, die für 2040 einen Anteil von 40–50 % erneuerbarer Energien vorsieht und weiterhin stark auf fossile Kraftwerke setzt, zeigt das Szenario der Studie deutliche Vorteile. Es führt nicht nur zu geringeren Stromgestehungskosten, sondern reduziert auch die Abhängigkeit von Energieimporten erheblich.
Zugleich könnten die energiebedingten CO₂ Emissionen bis 2040 um mehr als 80 % gegenüber 2013 sinken. Die Energie Selbstversorgungsquote würde sich deutlich erhöhen, da erneuerbare Energien überwiegend aus heimischen Quellen stammen und somit die Verwundbarkeit gegenüber globalen Energiepreisschwankungen verringern.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine auf erneuerbare Energien fokussierte Strategie nicht nur zur Dekarbonisierung beiträgt, sondern auch ökonomische Vorteile und mehr Versorgungssicherheit bietet, vorausgesetzt, Ausbau von Netzen, Speichern und Flexibilitätsoptionen erfolgt im Gleichschritt.
(Quelle: Energy Policy, Vol. 16, September 2026)
Deutschland und Japan vertiefen Wasserstoff-Kooperation
Bei seinem Besuch in Japan hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan im Wasserstoffsektor hervorgehoben.
Als Vorzeigeprojekt gilt die Kooperation von BMW und Toyota bei der Entwicklung einer neuen Generation von Brennstoffzellensystemen. BMW plant, 2028 sein erstes Serienfahrzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt zu bringen. Während des Besuchs wurden zudem Wasserstoffprojekte in Kobe und Osaka vorgestellt, darunter ein Terminal für Flüssigwasserstoff sowie Brennstoffzellenbusse und andere Anwendungen im Verkehrssektor.
Vor diesem Hintergrund haben deutsche und japanische Unternehmen ihre Zusammenarbeit zuletzt intensiviert. So arbeiten unter anderem Kawasaki Heavy Industries, Toyota, Daimler Truck, der Hamburger Hafen sowie weitere Partner am Aufbau einer internationalen Wasserstoff-Lieferkette. Parallel werden Finanzierungsmodelle entwickelt, um den Markthochlauf von grünem Wasserstoff zu unterstützen.
(Quelle: Deutsche Welle, 14.05.2026)
Förderprogramm für integrierte Solarlösungen in Japans Städten gestartet
Regierung setzt auf Photovoltaik in Fassaden und Fenstern, um urbane Flächen besser zu nutzen.
Das japanische Umweltministerium (MOE) hat ein neues Förderprogramm für gebäudeintegrierte Photovoltaik aufgelegt, um bislang ungenutzte Solarpotenziale in dicht bebauten Städten zu erschließen. Im Fokus stehen Anwendungen in Fassaden und Fenstern, einschließlich der Nachrüstung bestehender Glasflächen.
Die Förderung erfolgt über Zuschüsse mit festen Obergrenzen: Für Fensterlösungen sind bis zu 60 % der Kosten (maximal 50 Mio. JPY) vorgesehen, für Fassadenprojekte bis zu 50 % (maximal 30 Mio. JPY). Kombinationen beider Ansätze können mit bis zu 80 Mio. JPY unterstützt werden. Voraussetzung sind unter anderem Anforderungen an Energieeffizienz, Lichtdurchlässigkeit sowie an Cybersicherheit und Notstromfähigkeit.
Ziel des Programms ist es, Gebäude stärker in die Stromerzeugung einzubinden und die Resilienz lokaler Energiesysteme zu stärken. Gleichzeitig soll die Integration erneuerbarer Energien in bestehende urbane Infrastrukturen vorangetrieben werden.
(Quelle: Kankyo Business, 01.05.2026)
Studie zu Offshore-Wind in Japan: Kostenentwicklung und Perspektiven bis 2040
Die unabhängige Studie untersucht, wie Japan den Ausbau von Offshore-Windparks mit fest gegründeten Anlagen beschleunigen und die derzeit im Vergleich zu Europa höheren Kosten senken kann.
Das Renewable Energy Institute und Aegir Insights haben gemeinsam die Studie „Japan Fixed-Bottom Offshore Wind: Cost Drivers and the 2040 Outlook“ veröffentlicht. Die Analyse zeigt, dass insbesondere Japans regulatorische Rahmenbedingungen, anspruchsvolle natürliche Gegebenheiten sowie die noch junge Offshore-Windindustrie zu höheren Kosten beitragen. Zu den Herausforderungen zählen starke saisonale Wetterbedingungen, komplexe Meeresbodenstrukturen sowie die Notwendigkeit, Anlagen gegen Erdbeben und Taifune auszulegen.
Der Bericht identifiziert konkrete Kostentreiber und zeigt auf, in welchen Bereichen bis 2040 Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen möglich sind, um die Wettbewerbsfähigkeit des japanischen Offshore-Windmarktes zu stärken.
(Quelle: Renewable Energy Institute, 20.04.2026)
DEME sichert sich Auftrag für Offshore Windprojekt in Japan
Das belgische Unternehmen DEME hat über sein Joint Venture Japan Offshore Marine (JOM) einen Auftrag für die Installation von 21 Offshore Windturbinen im Projekt Oga–Katagami–Akita erhalten.
Der Auftrag umfasst Engineering Leistungen sowie den Einsatz von Spezialschiffen für die Offshore Installation der Anlagen. Zum Einsatz kommen Vestas Turbinen mit einer Leistung von jeweils 15 MW, den bislang leistungsstärksten Windenergieanlagen, die in Japan installiert werden. Zugleich handelt es sich um die erste Anwendung dieser Turbinenklasse außerhalb Europas (mit Ausnahme Chinas).
Die Installation erfolgt durch das Errichterschiff Sea Challenger, das für den Einsatz in japanischen Gewässern unter japanischer Flagge betrieben werden soll. Die Offshore Arbeiten sind für die zweite Hälfte 2027 geplant.
Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt für den Ausbau der Offshore Windenergie in Japan und unterstreicht die zunehmende Integration internationaler Technologie mit lokalen Kompetenzen. Das Joint Venture JOM, bestehend aus DEME und Penta Ocean Construction, kombiniert internationale Erfahrung im Offshore Bereich mit starker lokaler Umsetzungskapazität.
Mit dem Projekt stärkt DEME seine Position im japanischen Markt und baut seine langfristige Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien weiter aus. Gleichzeitig trägt das Vorhaben zur Entwicklung lokaler Kompetenzen in der Offshore Windinstallation bei und unterstützt Japans Bestrebungen zur Energiewende.
(Quelle: Renewable Energy Magazine, 02.06.2026 )
Studie: Batteriegroßspeicher werden Schlüsseltechnologie für Japans Energiewende
Ein Policy Report zeigt: Der Ausbau von Batteriespeichern gewinnt in Japan stark an Dynamik, wird jedoch durch regulatorische Hürden und Marktunsicherheiten gebremst.
Der Ausbau großskaliger Batteriespeicher (BESS) in Japan gewinnt deutlich an Fahrt. Ende 2025 lagen bereits Netzanschlussanfragen mit einer Gesamtkapazität von rund 172 GW vor – ein Vielfaches der tatsächlich installierten Kapazität. Gleichzeitig befinden sich bisher jedoch nur wenige Projekte im Betrieb, was auf strukturelle Hindernisse im Markthochlauf hinweist.
Ein zentrales Problem sind lange Wartezeiten beim Netzanschluss. Viele Projekte stecken in Warteschlangen, da Anträge häufig gestellt werden, bevor ihre wirtschaftliche Realisierbarkeit gesichert ist. Zudem blockieren spekulative Anträge vorhandene Netzkapazitäten, ohne dass entsprechende Projekte tatsächlich umgesetzt werden.
Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben unsicher. Einnahmen stammen derzeit vor allem aus dem Balancing Market, insbesondere aus Frequenzregelungsdiensten. Regulatorische Anpassungen, etwa sinkende Preisobergrenzen, haben die Planbarkeit jedoch reduziert. Künftig wird erwartet, dass Betreiber ihre Erlöse stärker über verschiedene Märkte hinweg diversifizieren müssen.
Trotz dieser Herausforderungen gelten Batteriespeicher als zentrale Technologie für die Integration erneuerbarer Energien. Sie ermöglichen es, Strom zeitlich zu verschieben, Netzschwankungen auszugleichen und die Nutzung von Solar- und Windenergie deutlich zu erhöhen. Zudem können sie zur Stärkung der Versorgungssicherheit beitragen, indem sie die Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren.
Um das Marktpotenzial auszuschöpfen, empfiehlt die Studie unter anderem klarere Ausbauziele, effizientere Netzanschlussverfahren und stabilere regulatorische Rahmenbedingungen.
(Quelle: Renewable Energy Institute, 25.03.2026)
Förderzusage für strategisches Ammoniak-Projekt in Tomakomai
Geplanter Versorgungs-Hub soll Aufbau einer neuen Energielieferkette in Japan vorantreiben.
Ein Konsortium aus Hokkaido Electric Power, Mitsui, IHI und Tomakomai Futo hat die Genehmigung erhalten, am Förderprogramm für Wasserstoff-Hubs im Rahmen des Hydrogen Society Promotion Act teilzunehmen.
Die Partner planen, bis zum Geschäftsjahr 2030 in Tomakomai auf Hokkaido einen Versorgungs-Hub für kohlenstoffarmen Ammoniak aufzubauen. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Lieferkette und soll den kommerziellen Einsatz der Technologie in Japan beschleunigen.
Hintergrund ist ein steigender Energiebedarf in der Region, insbesondere durch neue Halbleiterfabriken und Rechenzentren. Neben erneuerbaren Energien wird Ammoniak als wichtiger Baustein für eine klimaneutrale Energieversorgung betrachtet. Durch seine Lage und Hafeninfrastruktur könnte Tomakomai künftig eine zentrale Rolle bei der Versorgung Hokkaidos und weiterer Regionen übernehmen.
(Quelle: IHI Corporation, 27.03.2026)
Japan verstärkt Bemühungen zur Nutzung von Speiseöl für nachhaltigen Flugkraftstoff
Zwischen ambitionierten Zielen und begrenztem Potenzial bleibt die heimische SAF-Produktion deutlich hinter dem Bedarf zurück.
Angesichts steigender Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten baut Japan die Nutzung gebrauchter Speiseöle zur Herstellung nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) aus. Im Rahmen der Initiative „Fry to Fly“ wird Altöl landesweit gesammelt und weiterverarbeitet. Ziel ist es, bis 2030 rund 10 % des Flugkraftstoffbedarfs durch SAF zu decken.
Der Abstand zwischen Ziel und Realität ist jedoch erheblich: Aktuell liegt die heimische Produktion bei etwa 30.000 Kilolitern, rund 0,3 % des Bedarfs. Selbst bei vollständiger Ausschöpfung der verfügbaren Altöle könnten lediglich etwa 550.000 Kiloliter bereitgestellt werden, was nur einem Bruchteil des angestrebten Volumens entspricht. Japan dürfte daher weiterhin auf Importe angewiesen sein.
Die Sammelinfrastruktur wird zwar ausgebaut, unter anderem durch Initiativen von Kommunen und Unternehmen. Gleichzeitig bleibt SAF deutlich teurer als fossiler Treibstoff, und der Aufbau großskaliger Produktionskapazitäten gestaltet sich schwierig. Vor diesem Hintergrund stehen Luftfahrtunternehmen und Raffinerien unter Druck, frühzeitig in neue Anlagen zu investieren, um die Ausbauziele überhaupt erreichen zu können.
(Quelle: The japan times, 06.06.2026)
Studie: Recycling von Solarmodulen wird zur nächsten großen Herausforderung
Mit dem Ausbau der Photovoltaik wächst die Herausforderung, künftig große Mengen ausgedienter Module effizient zu verwerten.
Mit dem starken Ausbau der Photovoltaik rückt die Frage nach dem Recycling zunehmend in den Fokus. In Japan wird erwartet, dass ab den frühen 2030er Jahren große Mengen an Altmodulen anfallen, insbesondere aus der Anfangsphase der Einspeisevergütung. Bis Mitte der 2030er Jahre könnte das jährliche Abfallvolumen auf rund 17 bis 28 Millionen Tonnen steigen.
Technologisch sind die Voraussetzungen weitgehend vorhanden: Über 80 % eines Moduls lassen sich recyceln, mit energetischer Verwertung sogar mehr als 90 %. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Glas, das rund 60 % des Gewichts ausmacht und zunehmend hochwertig weiterverwendet werden kann.
Die wirtschaftliche Umsetzung bleibt jedoch schwierig. Recycling ist deutlich teurer als einfache Entsorgung, während viele Anlagen aufgrund geringer Rücklaufmengen bislang nur begrenzt ausgelastet sind. Zwar existiert bereits eine landesweite Infrastruktur, doch fehlen stabile Materialströme und tragfähige Geschäftsmodelle. Gleichzeitig wird für die 2030er Jahre ein Ausbau der Kapazitäten erforderlich sein.
(Quelle: Renewable Energy Institute, 03.06.2026)
Neue Regeln für das Recycling von Solarmodulen in Japan beschlossen
Gesetz soll steigende Abfallmengen adressieren und die Rückgewinnung von Rohstoffen stärken.
Die japanische Regierung hat ein Gesetz verabschiedet, das den Umgang mit ausgedienten Photovoltaikmodulen künftig stärker regelt. Hintergrund sind Prognosen, wonach das Abfallaufkommen ab 2030 deutlich steigen könnte.
Kern der Regelung ist die Verpflichtung für Betreiber größerer Solaranlagen, bei der Stilllegung entsprechende Entsorgungs- und Recyclingkonzepte vorzulegen, die von Behörden geprüft werden. Ziel ist es, Deponiemengen zu reduzieren und wertvolle Materialien aus den Modulen zurückzugewinnen.
Ergänzend wird ein Zertifizierungssystem für Recyclingunternehmen eingeführt, das den Zugang zu Fördermitteln erleichtert. Auch Hersteller und Importeure sollen stärker eingebunden werden, etwa durch Vorgaben zur Produktgestaltung und zur Bereitstellung von Materialinformationen.
Parallel plant die Regierung, Recyclingkapazitäten auszubauen und technologische Lösungen weiterzuentwickeln, um Kosten zu senken und Rückgewinnungsquoten zu erhöhen. Trotz breiter Unterstützung bestehen weiterhin Herausforderungen, unter anderem bei der Wirtschaftlichkeit gegenüber günstigeren Entsorgungsoptionen. Langfristig ist eine schrittweise Ausweitung der Regelungen vorgesehen.
(Quelle: Kankyo Business, 02.06.2026 ; METI, 03.04.2026 )
Lesetipp: “Revisiting Competitiveness Acknowledging the Economic Benefits of Climate Mitigation and Circularity”
Im Mai 2026 veröffentlichte das Wuppertal Institut ein Paper im Rahmen der Special Editions zum Projekt Earth4All. Das Paper macht deutlich, dass Wettbewerbsfähigkeit kein Selbstzweck ist, sondern vielmehr ein Mittel zum Erreichen der mittel- und langfristigen Ziele einer zirkulären, dekarbonisierten Wirtschaft und einer Wohlergehensgesellschaft ("Well-being Society").
(Quelle: Wuppertal Institute, 22.05.2026)
„Japan Wirtschaftstag“, 31.03.2026, Bad Langensalza/Thüringen
Der Leiter des japanischen Büros von ECOS, Pascal Gudorf, gab im Rahmen des „Japan Wirtschaftstag“ in Bad Langensalza (Thüringen) Hinweise zum Vertriebsaufbau in Japan. Die Veranstaltung wurde vom Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis e.V. (DJW) gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH organisiert:
Nähere Informationen: Vertriebsaufbau in Japan | DJW
19. Deutsch-Japanisches Wirtschaftsforum auf der HANNOVER MESSE, 20.04.2026
Innovation meets responsibility – solutions for sustainable and resource-saving production” lautete der Titel des diesjährigen Deutsch-Japanischen Wirtschaftsforums auf der HANNOVER MESSE. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Politik beider Länder kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für eine nachhaltige und ressourcenschonende industrielle Produktion zu diskutieren.
Durch das Forum führten Johanna Schilling (ECOS) und Anne Pomsel (DJW). In den Beiträgen und Diskussionen wurde deutlich, wie eng Fragen der Dekarbonisierung, Ressourcensicherung und digitalen Transformation miteinander verknüpft sind und wie stark diese Themen zunehmend gemeinsam gedacht werden müssen.
Impulse lieferten unter anderem:
- Satoshi Hashimoto (JOGMEC)
- Dr. Yasuyuki Nishioka (Industrial Value Chain Initiative)
- Kazuo Nakashima (Robot Revolution & Industrial IoT Initiative)
- Dr. Thomas Hahn (Siemens / Plattform Industrie 4.0)
Ein zentrales Fazit des Forums: Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan bleibt ein entscheidender Faktor, um Innovationen voranzutreiben und zugleich den Übergang zu einer nachhaltigen und resilienten Industrie zu gestalten.
Kick-Off Konferenz “Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie in Weser-Ems", 6. Mai 2026, Osnabrück
Mit der Kick-off-Konferenz im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück ist das Projekt WEcircleValley – Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie in Weser-Ems offiziell gestartet. Das GRW-geförderte Projekt wird seit Anfang 2026 von ECOS im Auftrag des Landkreises Osnabrück koordiniert und soll regionale Rohstoffkreisläufe in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion stärken.
Über 80 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutierten zentrale Herausforderungen und Chancen für eine stärkere Kreislaufwirtschaft in der Region. Im Fokus standen insbesondere die Nutzung biogener Reststoffe, innovative Technologien sowie geeignete wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen. In Workshops wurden unter anderem Projektansätze, digitale Lösungen für Nebenströme und bestehende Hemmnisse wie komplexe Vorgaben und fehlende Standards vertieft.
Über Praxistage, digitale Kurzformate und andere Veranstaltungsformate wird WEcircleValley in den nächsten Monaten das Netzwerk weiter stärken und Projektideen gezielt entwickeln. In einem Newsletter berichtet WEcircleValley ab sofort einmal im Quartal über Projektfortschritte, Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten:
www.wecirclevalley.de/newsletter
DJW Symposium “Sicherheitskooperation im Wandel. Deutschland und Japan im stabilitätspolitischen Dialog”, 24. Juni 2026, Düsseldorf
Im Zuge zunehmender globaler Konflikte sehen sich Deutschland und Japan mit der Frage konfrontiert, wie sie ihre Sicherheitsstrategien in Einklang mit demokratischen Werten und internationalen Verpflichtungen gestalten können.
Das DJW-Symposium 2026 näherte sich diesem Thema in drei Diskussionsrunden zu den Themen „Wandel in der Wahrnehmung von Sicherheit und Verteidigung“, „Sicherheit als Innovationsmotor“ und „SecurityTech als Wachstumsmarkt“ brachten Experten aus Medien, Politik und Wirtschaft zusammen – darunter Dr. Shogo Akagawa (Nikkei), Kylah Limmer (Fujitsu Global, Neuseeland), Achim Hartig (Germany Trade & Invest), Yoshifumi Asakura (IHI Corporation) und Thomas Wiegold (Journalist).
Die Statements der Expertinnen und Experten zeigten eindrücklich, dass Sicherheit, Resilienz und Kooperation eng miteinander verknüpft sind – und dass die deutsch-japanische Partnerschaft wichtiger denn je ist.
Mit dem diesjährigen Symposium feierte der Deutsch-Japanische Wirtschaftskreis in der Messe Düsseldorf sein 40jähriges Jubiläum. Wir gratulieren herzlich und freuen uns die Arbeit des DJW auch weiterhin mitgestalten zu dürfen!
“Innovative Nahrungsmittelproduktion und Smart Farming” - Japanreise des Landes Niedersachsen, 4.-13. Oktober 2026
Mit einer Delegationsreise präsentiert sich Niedersachsen als starker Standort und Partner für innovative Nahrungsmittelproduktion und Landwirtschaft.
Auf dem Programm stehen zwei Messebesuche (J-Agri und BioJapan), Informationsaustausch, Vernetzung mit Unternehmen und Institutionen insbesondere mit der Partnerpräfektur Tokushima und der Präfektur Saitama.
Unternehmen und Forschungsinstitute aus Niedersachsen erhalten Einblick in aktuelle Entwicklungen und wertvolle Kontakte im Bereich innovative Food Production und Smart Farming in Japan sowie konkrete Anknüpfungspunkte für Kooperationen und Geschäftschancen in Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und verwandten Innovationsfeldern.
Nähere Informationen: Johanna Schilling, jschilling@ecos.eu